Glauben heißt denken. Über die Unzertrennlichkeit von Theologie und Glaube Ein Beitrag für das Forum Kirche und Theologie e.V. von Dr. Katarína Kristinová
Es geht ein Gespenst der Wissenschaftsfeindlichkeit um. Nicht nur in den Reihen der sogenannten Querdenkerinnen und Querdenker, sondern auch unter dem Kirchenvolk. Die Wissenschaftsignoranz reicht sogar bis in die höchsten kirchlichen Ämter. Wieder einmal versuchen sich der selbsternannte gesunde Menschenverstand oder der vermeintlich einfache Glaube den Ballast der Reflexion abzuschütteln, die man in bestimmten Kreisen für unnötig oder für gefährlich hält und bisweilen auch gerne als nutzlose Spekulation diffamiert. Wieder einmal muss sich die theologische Wissenschaft den Verdacht einer theoretisch-verkopften Abgehobenheit seitens der sich gerne als einfach (als Gegensatz zu „kompliziert“) bezeichneten Frömmigkeit gefallen lassen. Wieder einmal werden die vermeintliche Theorielastigkeit der Theologie und die angebliche Lebensnähe der kirchlichen Praxis gegeneinander ausgespielt, und das sogar von denen, die sich selbst als Theologinnen und Theologen bezeichnen.





