Glauben heißt denken. Über die Unzertrennlichkeit von Theologie und Glaube Ein Beitrag für das Forum Kirche und Theologie e.V. von Dr. Katarína Kristinová

Es geht ein Gespenst der Wissenschaftsfeindlichkeit um. Nicht nur in den Reihen der sogenannten Querdenkerinnen und Querdenker, sondern auch unter dem Kirchenvolk. Die Wissenschaftsignoranz reicht sogar bis in die höchsten kirchlichen Ämter. Wieder einmal versuchen sich der selbsternannte gesunde Menschenverstand oder der vermeintlich einfache Glaube den Ballast der Reflexion abzuschütteln, die man in bestimmten Kreisen für unnötig oder für gefährlich hält und bisweilen auch gerne als nutzlose Spekulation diffamiert. Wieder einmal muss sich die theologische Wissenschaft den Verdacht einer theoretisch-verkopften Abgehobenheit seitens der sich gerne als einfach (als Gegensatz zu „kompliziert“) bezeichneten Frömmigkeit gefallen lassen. Wieder einmal werden die vermeintliche Theorielastigkeit der Theologie und die angebliche Lebensnähe der kirchlichen Praxis gegeneinander ausgespielt, und das sogar von denen, die sich selbst als Theologinnen und Theologen bezeichnen.

“evangelische aspekte” zum Thema “Lesen” Ausgabe 2/2026

„Selig ist, der das liest“ – vom Bibelvers bis zum Taschenroman begleitet Literatur Menschen seit Jahrtausenden und entfaltet in jeder Generation neu ihre Faszinationskraft. Das Lesen ist nicht nur eine Geistesleistung und Kulturtechnik, sondern bleibt auch nach dem Siegeszug visueller und digitaler Medien unverzichtbar für den zwischenmenschlichen Austausch. Ein Heft über die Lust des Lesens und seine Bedeutung für Glaube und Gesellschaft.