Unser Arbeitskreis Vorstellung

Der Arbeitskreis verdankt sich der Einsicht, dass es eine Spannung gibt zwischen dem allgemein verbreiteten, mechanistischen Weltbild und einem daraus nicht ableitbaren aber spürbaren Geborgensein in einer umfassenderen Wirklichkeit, in der wir anders und tiefer beheimatet sind, als es die Außensicht der Naturwissenschaft fassen kann.

Daraus ergeben sich einige Motive: Wir wollen nach Stimmen suchen, die mit vernünftigen Argumenten für das tragende Fundament sprechen, in dem wir bemerkt oder unbemerkt wurzeln. Wir wollen den reformatorischen Geist und das Fragen fortsetzen, mit dem der Arbeitskreis um Günter Hegele die Kernfragen des Glaubens formuliert hat. Wir wollen Gesprächspartner für Menschen sein, die sich am mechanistischen Weltbild reiben. Wir wollen auch protestieren, wo technische Entwicklungen drohen, uns Menschen zu vereinnahmen statt uns zu dienen. Doch wollen wir uns nicht zufrieden geben mit autoritären Ansagen oder abspeisen lassen mit allzu einfachen Antworten, wohlfeil zu beziehen in einem wachsenden Markt für Sinnangebote.

Dabei sind wir selber ganz unterschiedliche Menschen: Ein Theologe, der sich in Mitten einer von Wissenschaft und Technik dominierten Weltsicht als eigenartigen Exoten empfindet und sich mit dieser vorherrschenden Weltsicht im Gespräch kritisch auseinandersetzen möchte. Eine Dame, die sich fragt, wie die wissenschaftlichen (Quantenphysik) und technischen (künstliche Intelligenz) Entwicklungen auf unser Selbstverständnis als Menschen zurückwirken und unsere Gottesbeziehungen stärken oder gefährden. Ein Mediziner, dem die traditionellen Formen des Glaubens unzugänglich geworden sind und der nach einem einheitlichen Erkenntnisansatz für physische wie geistige Phänomene sucht. Eine Wissenschaftlerin mit Blick dafür, wie Wissen und Mythen miteinander verwoben sind und wie ein Wissen, das seine mythischen Wurzeln leugnet, leicht groteske Formen annehmen kann, während zugleich neue mythische Narrative ohne religiöse Bindung als „säkulare Religionen“ ungebändigt wuchern. Ein Ingenieur, der in der durch die Quantenphysik eröffneten, nichtdeterministischen Weltsicht das Potenzial für die existenziell wichtige Versöhnung von Glauben und Weltwissen ahnt und dieser Intuition nachgehen möchte. Und schließlich bin da noch ich, der sich fragt, wie einem solchen Gespräch mit ähnlichen Anliegen aber verschiedenen vorangegangenen Erfahrungen, Einsichten und Fragen heute mit den modernen Kommunikationstechnologien das bereitet werden kann, was früher einmal das Lagerfeuer war, um das man sich setzte, um sich einander mitzuteilen und vom Gehörten bereichern zu lassen.

Unser „Lagerfeuer“ haben Sie hier gefunden. Wir laden Sie ein, sporadisch oder regelmäßig vorbeizuschauen und zuzuhören oder sich zu Wort zu melden, und Sie können interessierten Bekannten einen Link schicken. Jeden Monat kommen etwa zwei Beiträge dazu. Wir freuen uns über jeden, der vorbeischaut. Für ein längeres Verweilen und tiefergehendes Gespräch besteht weiterhin das Forum, mit dem alles angefangen hat. Link und Passwort (wir wollen nicht, dass Suchmaschinen die z.T. sehr persönlichen Gedanken durchforsten) sowie meine E-Mail-Adresse finden Sie in der rechten Spalte. Im Forum gibt es bereits einige interessante Gesprächsfäden. Wenn Sie sich dort am Gespräch beteiligen möchten, schreiben Sie mir eine Mail, ich registriere Sie dann gerne.

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