Katharina-Zell-Preis 2026 Sophie von der Tann bekommt Katharina Zell Preis 2026

Die Reformatorin Katharina Zell setzte sich für den Glauben und die Freiheit des Gewissens ein und verbreitete die reformatorischen Botschaften durch Flugblätter.

Jährlich wird der Katharina-Zell-Preis durch den Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau verliehen. Die Auszeichnung wird an Frauen vergeben, die sich in der Gesellschaft, in der Frauenarbeit, in Kirche oder Diakonie in herausragender Weise engagiert haben. Ihr mutiges und unerschrockenes Frauenleben ist ein leuchtendes Vorbild. Der Frauenverband verleiht dieser bedeutsamen Arbeit, die oft im Verborgenen stattfindet, eine visuelle und verbale Identität.

Die Katharina-Zell-Stiftung wurde 2007 durch den Beschluss der Jahreshauptversammlung des Verbands Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V. errichtet. Der aktuelle Förderschwerpunkt liegt auf der Unterstützung von Frauen in Krisensituationen.

Die Reformatorin Katharina Zell (geborene Schütz, 1497–1562) war eine Theologin und Autorin, die in Straßburg im Elsass wirkte. Ihr Name ist ein Synonym für Mut, Wissbegierde und Beharrlichkeit. Sie beteiligte sich aktiv an der Zeit der Reformation, indem sie eigene Schriften, Briefe und Predigten verfasste. Ihr besonderes Interesse galt sowohl der Theologie der Reformation als auch der Seelsorge für die Straßburger Gemeinde.

Sie forderte nachdrücklich sowohl Toleranz gegenüber Andersgläubigen als auch tätige Nächstenliebe ein.

Im Jahr 2026 wird der Katharina Zell Preis der Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau an die Journalistin Sophie von der Tann (Bild) verliehen. Die Preisverleihung ist mit einem Studientag zum Thema „Wahres und Unwahres“ verbunden. Gefordert wird die Auseinandersetzung um den Erhalt und die Stärkung der Demokratie und die Freiheit in einer sich verändernden Welt.

Der Landesverband Hessen der Evangelischen Akademikerschaft unterstützt diese  Veranstaltung mit einer Förderung.