Wie die “Bassgeige” schmeckt Wochenende der Süddeutschen Landesverbände im Kaiserstuhl

Sie wissen nicht, wie die „Bassgeige“ schmeckt?

Dann waren Sie noch nicht in Oberbergen im Kaiserstuhl. Die Teilnehmer des traditionellen Wochenendes der Süddeutschen Landesverbände, zu dem diesmal der Landesverband Baden vom 01. bis 03. Oktober eingeladen hatte, konnten nicht nur verschiedene Tropfen aus dieser berühmten Weinlage verkosten, sondern sich zugleich vom Aufsichtsratsvorsitzenden der Winzergenossenschaft aus erster Hand über alle Aspekte des Weinbaus informieren lassen. Wussten Sie z.B. schon, dass die europäischen Weinreben amerikanische Wurzelstöcke haben, weil die gegen die Reblaus resistent sind?


Beim Rundgang durch den Keller gab es frisch aus dem großen Stahltank eine erste Kostprobe vom Neuen Süßen, während im Außengelände die Anlieferung der neuen Traubenernte zu beobachten war. Beim anschließenden Spaziergang mit herrlichem Blick auf die markante Landschaft des Kaiserstuhls, war es dann sogar erlaubt, Beeren der verschiedenen Rebsorten zu naschen.

Zurück im Hotel „Roter Bären“ mitten in der Altstadt von Freiburg bestand Gelegenheit, sich bei einem festlichen Abendessen über die Erlebnisse des Tages auszutauschen und die Geselligkeit zu pflegen. Zum Auftakt des Treffens hatten sich die Teilnehmer bereits am Abend zuvor im urigen Gewölbekeller über die Geschichte des Hotels berichten lassen, das 1387 zum ersten Mal urkundlich erwähnt worden ist, und damit zu den ältesten Hotels in Deutschland gehört.

Der Charme der Stadt Freiburg wurde bei geführten Rundgängen durch die belebten nächtlichen Straßen am Freitagabend und am Samstagvormittag bei einem gemeinsamen Besuch auf dem Münsterplatz lebendig. Der Markt auf dem Münsterplatz mit seinen zahlreichen Ständen und Angeboten ist wegen seiner ganz besonderen Atmosphäre weithin beliebt und berühmt.

Wie es sich gehört, endete das Treffen am Sonntag mit dem Besuch eines Gottesdienstes in der von der evangelischen Stadtmission getragenen Gemeinde „dreisam 3“, die vor 17 Jahren als Personalgemeinde gegründet worden ist. Sie zeichnet sich vor allem durch alternative Formen der Verkündigung und ihre Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene aus.

Als erfreuliches Fazit bleibt: Die Tradition lebt! Der Stein, auf dem die bisherigen Wanderungen verzeichnet sind, wird nun weitergereicht in die Pfalz, deren Landesverband gebeten ist, im nächsten Jahr die Rolle des Gastgebers zu übernehmen.

Autor: Jörg Winter