Sind wir zu viele? – Frauenrechte und Maßnahmen gegen die Überbevölkerung Ludwigshafen, Vortrag verschoben - Ersatztermin wird hier veröffentlicht

Der Vortrag ist verschoben wegen der Ausbreitung des Corona-Virus. Ein Ersatztermin ist noch nicht festgelegt.

Bei allem, was wir fürs Klima tun können – weniger fliegen, kein Fleisch essen, auf Strohhalme, Plastiktüten verzichten usw. – wird uns immer auch vorgerechnet: den größten ökologischen Fußabdruck hinterlassen wir, indem wir Kinder zeugen.  Viele zeigen dann mit dem Finger auf Länder wie Indien oder Kontinente wie Afrika, deren Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten noch einmal drastisch wachsen wird. Ganz fair ist das nicht, denn was die Umweltbelastung angeht, entspricht heute ein Kind in Europa vier Kindern in Pakistan.

Wenn die Spezies Mensch überleben will, muss sie aufhören, sich fortpflanzen zu wollen – so klingt das Paradoxon, vor dem wir stehen und an dem viele Fragen hängen: Darf man an den individuellen Kinderwunsch rühren? Wie hängen Frauenrechte, Geschlechtergerechtigkeit und Bevölkerungsentwicklung zusammen? Können wir global Einfluss nehmen über Änderungen im Lebensstil,  wirtschaftliche Gerechtigkeit und bessere Bildungschancen? Ist das traditionelle Familienmodell für die Zukunft tauglich?

Wir konnten für diesen Vortrag Dr. Andrea Roedig aus Wien gewinnen. Sie wird diese und weitere Aspekte zur Überbevölkerung erörtern.

Dr. Andrea Roedig ist freie Publizistin in Wien. Sie promovierte im Fach Philosophie, war wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin, leitete von 2001 bis 2006 die Kulturredaktion der Wochenzeitung Freitag. Sie schreibt für diverse deutsche, österreichische und schweizerische Medien (Print und Rundfunk) mit den Schwerpunkten Gender, Alltagsreportage und Kulturessay und ist Mit-Herausgeberin der österreichischen Literatur- und Essay-Zeitschrift „Wespennest“. Letzte Buchveröffentlichungen: „Über alles, was hakt. Obsessionen des Alltags“, 2013; „Bestandsaufnahme Kopfarbeit“ (zusammen mit Sandra Lehmann), Klever- 2015; „Schluss mit dem Sex. Wünschelruten, Testosteron und anderes Zeug“, 2019.