Rundbrief im Advent 2021 Für Mitglieder des Landesverbandes Baden

Liebe Mitglieder des Landesverbandes Baden,

Wie geht es Ihnen? Diese Frage hat in Zeiten der wieder stark angestiegen Corona Zahlen eine Bedeutung gewonnen, die über die sonst übliche Floskel weit hinausgeht. Jedenfalls hoffe ich, dass Sie von einer Ansteckung verschont geblieben sind und einen Impfschutz haben, der sie auch künftig davor bewahrt.

Auch wir als Evangelische Akademikerschaft haben die Folgen der Pandemie sehr zu spüren bekommen. Unser Verband lebt vor allem auch aus den persönlichen Begegnungen und Veranstaltungen, die unter den aktuellen Bedingungen fast ganz zum Erliegen gekommen sind. Umso erfreulicher war es, dass wir als badischer Landesverband Anfang Oktober die traditionelle Wanderung der süddeutschen Landesverbände ausrichten konnten, die uns nach Freiburg und nach Oberrotweil im Kaiserstuhl geführt hat. Auch die Konferenz der Vorsitzenden der Landesverbände in Rastatt konnte in persönlicher Präsenz stattfinden.

Für den Zusammenhalt in unserem Verband ist gerade heute unsere Zeitschrift „evangelische aspekte“ ein wichtiges Instrument. Wir sind sehr dankbar, dass sie nach wie vor als Printausgabe erscheinen kann. Wachsende Bedeutung hat aber die elektronische Kommunikation gewonnen, die einem größerem Publikum die Teilnahme an Vorträgen und Veranstaltungen ermöglicht, ohne dass eine persönliche Anwesenheit erforderlich ist. Wenn man der Corona Epidemie etwas Positives abgewinnen will ist es vielleicht, der technische Fortschritt in dieser Hinsicht. Die Newsletter, die Sie per Email über die aktuellen Angebote der Landesverbände informieren, haben Sie sicher schon bemerkt. Inzwischen hat sich Herr Strödter auch bereit erklärt, die Pflege der Homepage unseres Landesverbandes zu übernehmen, so dass Sie sich dort über Themen, die uns in der EAiD aktuell beschäftigen, informieren können (https://www.ev-akademiker.de/ea-vor-ort/baden/). Dazu gehört u.a. ein Thesenpapier „Nachhaltigkeit als Herausforderung für die Gesellschaft – Impulse aus Schöpfungstheologie und Wissenschaft“, das vom Arbeitskreis Frieden, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit unter maßgeblicher Beteiligung aus unserem Landesverband erarbeitet worden ist. Sie sehen daran, dass die EAiD lebt und aktiv ist. Wir versuchen aus der Situation das Beste zu machen.

Gleichwohl haben wir Sorgen, die vor allem die Altersstruktur und die sinkende Zahl der Mitglieder betreffen. Als schwierig erweist sich, die vereinsrechtlichen Strukturen aufrecht zu erhalten und zu bedienen. Einige unserer Landesverbände können ihre Vorstände nicht mehr besetzen und mangels Beteiligung keine Mitgliederversammlungen durchführen. Für Baden kann ich glücklicher Weise berichten, dass sich Frau Ursula Müller bereit erklärt hat, die Verantwortung für die Finanzen von Klaus Schmidt zu übernehmen, der die Funktion des Schatzmeisters aus Altergründen abgeben möchte. Wir haben Frau Müller zu diesem Zweck in unseren Vorstand nach § 8 Abs. 3 unserer Satzung kooptiert. Wichtig erscheint nun, dass dieser Schritt durch eine Mitgliederversammlung legitimiert wird, die auch den gesamten Vorstand neu wählen muss. Angesichts der bis auf Weiteres unsicheren Entwicklung wollen wir das Experiment wagen, diese online über das Zoom-Programm abzuwickeln, in der Hoffnung, dass wir damit einer größeren Zahl von Ihnen die Teilnahme ermöglichen können. Es ist nicht nötig, das Zoom Programm zu installieren. Sie benötigen dafür lediglich einen Link, den ich Ihnen per Email zuschicke. Als Termin haben wir Samstag, den 19. Februar von 15.00 bis 17.00 Uhr in Aussicht genommen. Bitte lassen Sie mich möglichst bis zum Ende diesen Jahres wissen, ob Sie daran teilnehmen können, indem Sie mir eine Email an die Adresse winter@ev-akademiker.de schicken. Die Einladung mit der Tagesordnung und dem erforderlichen Link geht Ihnen dann rechtzeitig zu.

Die neue Ratsvorsitzende der EKD, Annette Kurschus ist in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau vor kurzem auf die sinkende Zahl der Kirchenmitglieder angesprochen worden. Sie hat darauf geantwortete: „Wer, wenn nicht wir, soll denn die Hoffnung wach halten in dieser Welt. … Selten hat die Welt Hoffnung so nötig gebraucht wie jetzt, wir merken doch wie verletzlich unser Leben ist und wie uns vermeintliche Sicherheit aus den Händen gleitet. … Die Sehnsucht und das Fragen der Menschen aufzunehmen, im Lichte der Verheißung Gottes: Das halte ich für unsere große Aufgabe.“ Auch wir als evangelische Akademikerschaft wollen uns nicht entmutigen lassen, uns an dieser Aufgabe zu beteiligen, solange es unsere Kräfte zulassen.

Wie immer es Ihnen persönlich geht oder wie sehr Sie auch die Auswirkungen der Corona Pandemie, der mangelnde Fortschritt beim Klimaschutz oder anderes bedrückt, dürfen wir gerade in diesen adventlichen Tagen mit den Worten aus dem bekannten Lied von Dieter Trautwein gewiss sein: Weil Gott in dieser Welt erschien, kann unsere Nacht nicht traurig und nicht endlos sein.

Mit den besten Wünschen für die Advents- und Weihnachtszeit grüßt Sie herzlich im Namen des Vorstandes
Ihr