Lichtverschmutzung – Probleme und Lösungen 02.03.2020, 18.00 Uhr, Ludwigshafen

Als Kind konnte ich in der Nacht den Sternenhimmel bewundern – ein sehr bewegender Eindruck. Wenn ich heute bei klarem Himmel in der Nacht vor unser Haus in Ludwigshafen trete und in den Himmel schaue, dann sehe ich keinen einzigen Stern. Was ist da passiert?

Die zig-tausend Straßenlaternen, die Lichter aus den Gebäuden und die Nachtbeleuchtung in den Industriezonen machen die Nacht zum Tag und strahlen ihr Licht in den Himmel hinauf – die natürliche Dunkelheit wird überlagert und es entsteht eine Lichtglocke, die vom menschlichen Auge nicht mehr durchdrungen werden kann. Folge: die meisten Sterne bleiben unsichtbar.

Natürlich kann darauf verwiesen werden, dass eine großzügige Beleuchtung für Menschen  in der Nacht einen großen Sicherheitsfaktor bieten. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen man nachts auf den Mond oder eine Fackel angewiesen war. Ein großer Fortschritt also!

Die Lichter in der Nacht geben aber nicht nur Orientierung, sie verfinstern nicht nur den Blick auf die Sterne, sondern verändern auch den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen. Und haben vor allem schädliche Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt: das Verschwinden zahlreicher Insekten aus unserer Umwelt ist auch auf die Ausdehnung der Nachtbeleuchtung zurückzuführen.

Deshalb wird von „Lichtverschmutzung“ gesprochen.

Probleme und Lösungen wird Sarah Köngeter vorstellen. Sie ist Mitarbeiterin im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen und leitet das Projekt „Sternenpark Pfälzerwald“.