Friedensgebet für mehr Mut Mittwoch, 14.09.2022 um 18.00 Uhr

Wir laden Sie ein zur Teilnahme am „vernetzten Friedensgebet“. Menschen stehen füreinander ein – für sich und für die Welt. Wir beten zum selben Zeitpunkt, wenn auch an verschiedenen Orten – heute mit dem folgenden Gebetstext:

Lass aus Barmherzigkeit Mut werden

Wochenspruch: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Matthäus 25,40b)

Evangelium und Predigttext: Lukas 10, 25-37 Die Beispielerzählung vom „Barmherzigen Samaritaner“ Die „Rechtgläubigen“ (Priester und Levit), die zufällig auf den Reisenden treffen, der unter die Räuber gefallen ist, „gehen Abstand haltend vorbei“. Sie machen einen Bogen um ihn und seine Not. Der „Falschgläubige“ (Samaritaner) lässt sich von seiner Not im Innersten berühren und versorgt seine Wunden (griech. Traumata). Nicht Rechtgläubigkeit ist das Eingangstor in das ewige Leben, sondern die barmherzige Anteilnahme an der Not der geringsten Schwestern und Brüder.

Inflation und Energiekosten im kommenden Winter

Barmherziger Vater im Himmel,
wir sind in Sorge über die Preissteigerungen
für die Waren des täglichen Bedarfs in unserem Land
und für die Energie,
die zum Heizen der Wohnungen im Winter benötigt wird.

Wir haben die Menschen vor Augen,
denen es schon vor der Krise schwer war,
mit ihrem geringen Einkommen auszukommen.
Vielleicht müssen wir dazu nur in den Spiegel schauen.

Stärke den Zusammenhalt in den Familien und Freundeskreisen,
den Nachbarschaften und Kirchengemeinden,
dass die Notleidenden nicht allein gelassen werden.

Lass nicht zu,
dass die Sorgen der Menschen missbraucht werden,
um gesellschaftliche Gruppen gegeneinander aufzuwiegeln.
Entlarve die, die sich die Not der Menschen herbeisehnen,
um politisches Kapital daraus zu schlagen oder sich in der Krise zu bereichern.

Sicherheitslage des Kernkraftwerkes in Saporischschja

Barmherziger Vater im Himmel,
es ist uns unmöglich zu beurteilen,
was tatsächlich in und um
das Kernkraftwerk in Saporischschja geschieht.
Offensichtlich ist nur,
dass mit Möglichkeit einer nuklearen Katastrophe gespielt wird,
um sich einen Kriegsvorteil zu verschaffen.
Wir denken an die Menschen,
die im Kraftwerk daran arbeiten,
dass der Betrieb unfallfrei weitergeht.

Wir denken an die Menschen,
die in der unmittelbaren Umgebung leben.
Wir denken an die Soldaten,
die Befehle ausführen sollen,
damit die Gefahrenlage erhalten bleibt.

Wir bitten Dich:
Lass die Mission der Internationalen Atomenergiebehörde
zur Entspannung der Situation beitragen.
Stärke den Mut und Zivilcourage aller Beteiligten,
damit es durch den Ukraine-Krieg nicht noch
zu einer weiteren globalen Katastrophe kommt.
Amen.

Quelle: Brot für die Welt

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