Friedensgebet für die Verzweifelten in Belarus Mittwoch, 17.11.2021 um 18.00 Uhr

Wir laden Sie ein zur Teilnahme am „vernetzten Friedensgebet“. Menschen stehen füreinander ein – für sich und für die Welt. Wir beten zum selben Zeitpunkt, wenn auch an verschiedenen Orten – heute mit dem folgenden Gebetstext:

Bitte um Erbarmen und Ermutigung

Wir rufen zu dir für die Verzweifelten und Betrogenen,
die in der Kälte in Belarus zugrunde gehen
und denen die EU den Zutritt gewährt;
schaffe selbst, Gott,
Gerechtigkeit,
damit die Härte der Herzen und die tödliche Abwehr von Menschen
als Unrecht und Missachtung deiner Weisungen nicht ungestraft weitergeht
und nicht noch größerer Schaden für alle entsteht,
wo die Nächstenliebe verachtet und das Recht gebeugt wird:
Wir bitten dich, erbarme dich!

Für die Opfer des neuen Krieges in Äthiopien,
für die sich wieder verstärkenden tödlichen Konflikte im Ostkongo,
für den vergessenen Krieg in Mozambique,
das Leiden der Menschen,
zwischen den Fronten zerrieben;
für die festgefahrenen Bemühungen im Jemen,
wenigstens die Zivilbevölkerung in diesem andauernden Krieg zu schützen;
für die noch immer Verfolgten und für die Getöteten in Syrien,
die kein Frieden für ihr Land mehr erwarten:
für sie alle bitten wir,
weil wir ihr Leid sehen und doch hilflos sind:
Wir bitten dich, erbarme dich!

Für alle, die den zu Ende gegangenen Klimagipfel
der Vereinten Nationen in Glasgow
nur als weiteres Zeichen des Versagens der Nationen auffassen
und die nichts mehr erwarten von den Mächtigen,
weil die nur ihre eigenen Ziele verfolgen
und unsere Erde zugrunde richten;
lass die vielen Zeichen und Aktionen von Initiativen und Kampagnen
und allen Menschen, denen die Natur heilig ist,
zum Segen für uns alle werden,
damit dein Wille erscheint, die Erde zu bewahren,
in unseren eigenen Taten und der Umkehr zum Leben,
wie auch in mutigen politischen Entscheidungen:
Wir bitten dich, erbarme dich!

Für die neugewählte Spitze der Ev. Kirche in Deutschland,
Annette Kurschus, Kerstin Fehrs und Anna-Nicole Heinrich,
dass sie ihre unterschiedlichen Gaben für die Veränderungen unserer Kirche einsetzen,
die nötig sein wird,
um gerade auch die weniger werdenden Mitglieder zu ermutigen,
neue, unbekannte Wege deiner Liebe zu suchen,
die auch jenseits vom Korsett des Kirchenrechts,
der Verwaltung und traditioneller Formen in Menschen und deiner Schöpfung sichtbar wird:
Wir bitten dich, erhöre uns!

Lass auch den neuen Rat der EKD,
der bislang nur aus weißen Menschen besteht,
mehr Diversität wagen und dem Aufbruch dienen,
den sich so viele wünschen,
in Kirche und Gesellschaft;
damit wir nicht in unseren engen landeskirchlichen Räumen ersticken,
sondern als Kirche des Wortes Freiheit und Gerechtigkeit
als deine Macht erkennen,
mit der du Menschen, Tiere und deine ganze Schöpfung
ermutigst und heilst und so dein Reich unter uns baust:
Wir bitten dich, erhöre uns!
Amen.

Quelle: Brot für die Welt

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