Integrationspreis 2017 an Prof. Günter Hegele verliehen

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Stiftung Apfelbaum verleiht Integrationspreis 2017 an Prof. Günter Hegele

Der Integrations-Preis 2017 der „Stiftung Apfelbaum - Partner für ein ZusammenWachsen von LebensWelten“ wurde zum Jahresanfang an den Professor (i.R.) für Praktische Theologie Günter Hegele und an den „Wir sind Kirche e.V.“ verliehen.

Seit 1996 zeichnet die Stiftung Menschen und Institutionen für besondere Integrationsleistungen mit einem Dankesbrief und einem "Preisgeld" von je DM 10.000 bzw. € 5.000 aus. Sie wurde 1989 gegründet und fördert langfristig und auf Gemeinsamkeit angelegte Wachstums- und Verbindungsprozesse. Einzelheiten ergeben sich aus der Website www.stiftung-apfe1baum.de, so auch die Liste der bisherigen Preisträger/innen (darunter Namen wie Hans Küng, Rupert Neudeck, Alice Schwarzer und Johannes Rau).

Die Stiftung schreibt an Günter Hegele:

„In diesem Jahr schreiben wir Ihnen und dem „Wir sind Kirche e.V.“ diesen Brief. Unsere Stiftung verleiht Ihnen den Integrations-Preis 2017 - für Ihre frühe, vielfach beschriebene und gelebte Erkenntnis, dass auch die Frage nach Funktion und Wirkung des christlichen Glaubens als Orientierungssystem für Christen, Nichtchristen und Skeptiker, aber auch für die Gesellschaft von hohem Wert ist und - für Ihre langjährige Erfindung und Begleitung neuer Zugänge zu Kernfragen und Kernsätzen des Glaubens und die lebenslang immer wieder differenziert begründete und methodisch kreative Zuversicht „Die Reformation geht weiter". Für diese nachhaltige erfolgreiche Integrationsleistung danken wir Ihnen ganz herzlich. Gez. Stiftung APFELBAUM Dr. Hans-Martin Schmidt, Vorsitzender des Vorstandes.“

In seinem Dankschreiben an die Stiftung sagt Prof. Günter Hegele unter anderem:

„Ich kann mich dazu zwar bei weitem nicht mit den früheren Preisträgern vergleichen, möchte aber einiges nennen, was aus meiner Sicht zumindest in der Absicht und im Ansatz ein „ZusammenWachsen von LebensWelten“ intendiert.

• Ich habe als Mitarbeiter in der Evangelischen Akademie Tutzing seit Anfang der 60er Jahre versucht, die meist stark voneinander getrennten Bereiche der U-Musik und E-Musik als gleichwertig anzusehen, was mir zunächst die wenig schmeichelhafte Bezeichnung „Schnulzenpfarrer“ eingetragen hat, dann aber doch Anerkennung fand, sogar in der Schlagerbranche (Zahlreiche Vorträge, Rundfunk- und Fernsehsendungen).

• Zur gleichen Zeit habe ich mich durch die Organisation von Preisausschreiben für neue religiöse Lieder dafür eingesetzt, dass neben den altbewährten Chorälen und Gesangbuchliedern in der Kirche auch jugendgemäße Songs mit Off-Beat entstanden und akzeptiert wurden („Danke“). Dieses Engagement fand in vielen Vorträgen, Rundfunksendungen, Zeitungsberichten und Artikeln sowohl im evangelischen wie im katholischen Bereich statt.

• Seit 1970 habe ich neue Methoden der Verwendung von Bibeltexten entwickelt, die in katholischen und evangelischen Bibelverlagen (und in „Argumente zum Glauben“) veröffentlicht wurden.

• Seit 1982 habe ich mich (entgegen der Skepsis in der kirchlichen Bildungsschicht) dafür eingesetzt, das neue Medium Computer nicht nur in der kirchlichen Verwaltung zu verwenden, sondern auch für die Verbesserung der Kommunikation in Gruppen von ehrenamtlichen und hauptsächlich jugendlichen Mitarbeiter/innen. Umgesetzt wurde das in Zusammenarbeit mit Computerfirmen durch Arbeitshilfen, Schulungen und in Lehrveranstaltungen der Fachhochschule.

• Seit Beginn meines Ruhestandes wurde von mir zusammen mit einem „Arbeitskreis Gottesbild heute“ der Evangelischen Akademikerschaft i.D. das Projekt „Kernfragen des Glaubens. Die Reformation geht weiter, auch für den Glauben“ entwickelt, das in mehrfacher Hinsicht unterschiedliche „LebensWelten“ miteinander verbindet:

• Es werden Beiträge aus unterschiedlichen Richtungen miteinander verbunden (u.a. liberal-konservative, Theistische und Non-theistische Gottesvorstellungen, wörtliches und metaphorisches Bibelverständnis,)
• Darstellung des Glaubens in verschiedenen Medien: Optisch, akustisch, visuell, digital, symbolisch, z.B. als Bild, Bilderserie /Comic, Musical, Text, Datei, Tanz, Film, Musik, u.a.m., (einige werden nur als Möglichkeit genannt).
• Verschiedene Aktionsformen werden kombiniert: Lesen, Schreiben, Hören, Reden, Singen (z.T. in der Erprobung).“

Preisträger Günter Hegele wird das Preisgeld von 5000 Euro voraussichtlich für weitere Veröffentlichungen in diesem Zusammenhang verwenden.

Herzliche Glückwünsche für diese Würdigung!

Einladung zum Kennenlernen

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